Skip to main content

Drogenberatung

Die Jugend- und Drogenberatungsstelle bietet allen Menschen, die Rauschmittel (Cannabis, Ecstasy, LSD, Speed, Kokain, Heroin, Alkohol, Medikamente ...) konsumieren, Fragen zu Rauschmitteln oder Probleme mit anderen Süchten wie z.B. Essstörungen oder Glückspielen haben Beratung und ggf. weiterführende Hilfen an. Unabhängig davon ob einmaliger, gelegentlicher, regelmäßiger oder abhängiger Konsum vorliegt. Das Angebot richtet sich auch an Angehörige und andere Bezugspersonen wie z.B. Freundinnen/Freunde, Lehrerinnen/Lehrer, Jugendleiterinnen/Jugendleiter etc.

Auch wer noch nicht bereit ist auf Drogen zu verzichten hat selbstverständlich Anspruch auf Beratung und Information.

> Download Beratungsangebot

Sekundärprävention

· Information und Beratung von potentiell gefährdeten Jugendlichen und jungen Erwachsenen (z.B. Jugendgruppen, Schulklassen, Jugendtreffs)

· Information und Beratung der Bezugsperson dieser Zielgruppen (Lehrer/innen, Erzieher/innen, Ausbilder/innen, Familienangehörige etc.)

Beratung bei substanzbezogenen Störungen

(Gelegentlicher kontrollierter Gebrauch, schädlicher Gebrauch und Abhängigkeitssyndrom)

· Information und Beratung für suchtgefährdete und suchtkranke Jugendliche und junge Erwachsene.

· Information und Beratung für Jugendliche und junge Erwachsene, die an Essstörungen leiden (Anorexia nervosa, Bulimie, Adipositas) und Jugendliche und junge Erwachsene, die süchtig spielen (Glücksspiele, Computer, Video etc.).

Bei der Beratung von Alkohol- und Medikamentenproblemen besteht eine Altersbegrenzung von 20 Jahren.

· Alle Ratsuchenden erhalten von uns zunächst ein persönliches Beratungsgespräch von ca. einer Stunde Dauer. In diesem Gespräch wird die Problematik ermittelt und das weitere Vorgehen besprochen. Je nach fachlicher Notwendigkeit und persönlicher Bereitschaft der Klientel werden weitere Gesprächstermine vereinbart.

Vermittlung in stationäre Einrichtungen zur Langzeit- oder Kurzzeittherapie

· Wenn ambulante Maßnahmen nicht ausreichen bzw. aus fachlichen Gründen nicht indiziert sind, kann, vorausgesetzt der/die Klient*in ist dazu bereit, die Weitervermittlung zur stationären Entgiftung und zur stationären Entwöhnung erfolgen. Diese Maßnahmen erfordern eine intensive Vorbereitung, der oft eine langwierige Motivationsarbeit vorausgeht.

· Zu unseren Aufgaben gehört es hierbei die geeigneten Einrichtungen auszusuchen und das gesamte Kostenverfahren (Antrag, Sozialbericht, Arztbericht etc.) zu organisieren.

· Die stationären Einrichtungen verlangen in der Regel von den Beratungsstellen, dass die Klienten/innen direkt nach der klinischen Entgiftung nahtlos zur Aufnahme in die stationäre Therapie begleitet werden.

Beratung und Betreuung von HIV-Positiven und AIDS-Kranken Drogenabhängigen

HIV-positive und AIDS-kranke Klienten/innen werden im Rahmen unserer ambulanten Möglichkeiten beraten und betreut. Soweit erforderlich arbeiten wir mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten und den AIDS-Hilfen zusammen.

Beratung und Betreuung von opioidabhängigen Klienten/innen, die Methadon/Polamidon substituiert werden

Die Behandlung unter Einbeziehung einer Substitution bezieht sich auf die orale Verabreichung von legalen Substanzersatz-Medikamenten (in Deutschland: Methadon), die geeignet sind, Entzugserscheinungen zu verhindern und das körperliche Verlangen nach Opiaten oder anderen Substanzen zu blockieren. Substitution alleine stellt noch keine ausreichende Behandlung dar. Erst in dem Zusammenwirken von Substitution und psychosozialer Betreuung entsteht eine ambulante Behandlungsform, die geeignet ist, weiter gefasste Ziele zu erreichen. Die psychosoziale Betreuung bezieht sich auf die Bereitstellung von Dienstleistungen, die mit sozialarbeiterischen, sozialpädagogischen und psychologischen Methoden erbracht werden (s. Abschnitt 5). Die reine Substitution an sich kann zwar auch in medizinischen Praxen unabhängig von der Beratungsstelle stattfinden, die komplementäre psychosoziale Betreuung sollte jedoch durch die Beratungsstelle angeboten werden, da sie im Gegensatz zur Arztpraxis ein komplexes, integratives Betreuungsangebot zur Verfügung stellt.

Zielgruppe:

Opiatabhängige, bei denen eine Linderung bzw. Verbesserung der sozialen, psychischen und gesundheitlichen Situation mit Hilfe einer Substitutionsbehandlung zu erwarten ist und bei denen aufgrund der individuellen, psychischen und gesundheitlichen und/oder sozialen Situation auf einem anderem Wege eine solche Stabilisierung nicht erreicht werden kann.

Ziele:

· Verbesserung bzw. Wiederherstellung der physischen und psychischen Gesundheit sowie der sozialen (Re-)Integration
· Entwicklung von Fähigkeiten zur abstinenten Lebensführung
· Rückfallprophylaxe und Krisenintervention
(DHS Leistungsbeschreibung)

Beratung und Betreuung von Klienten/innen mit gerichtlicher Auflage

· Klienten/innen mit gerichtlichen Auflagen erhalten dieselben Beratungs- und Betreuungsangebote wie Klienten/innen ohne Auflagen.

· In den Beratungsgesprächen verfolgen wir zunächst das Ziel, die Klienten/innen dazu zu motivieren, unabhängig von der Auflage, „freiwillig“ aus eigener Problemeinsicht zu den Beratungsgesprächen zu kommen.

· Die Klienten/innen erhalten für die durchgeführten Gespräche einen schriftlichen Nachweis.

Beratung und Betreuung von Bezugspersonen

Nach unserem ganzheitlichen Verständnis der Suchtproblematik werden die Bezugspersonen der Betroffenen in die Beratungsarbeit mit einbezogen. Dies geschieht in der Regel in Form von Paar- und Familiengesprächen. Nicht selten werden „nur“ die Angehörigen der Betroffenen über längere Zeit von uns beraten und betreut, da die Betroffenen selbst noch nicht dazu bereit sind Hilfe anzunehmen. Ergänzt wird die Beratung von Bezugspersonen durch eine Elternselbsthilfegruppe.

Hausbesuche und Aufsuchende Beratung nach Anfrage

· Klienten/innen, die aus wichtigen Gründen nicht dazu in der Lage sind unsere Einrichtung aufzusuchen, werden von uns auch zu Hause, im Krankenhaus, in der Haftanstalt oder anderen Einrichtungen zu Beratungsgesprächen aufgesucht.

· Klienten/innen, die sich zur körperlichen Entgiftung in psychiatrischen Krankenhäusern in Gießen und Schlüchtern aufhalten, werden, soweit es uns zeitlich möglich ist, von uns zu Beratungsgesprächen aufgesucht.

Außensprechstunden in Schlüchtern

Dienstags von 13.00 - 18.00 Uhr bieten wir „Unter den Linden 15, 36381 Schlüchtern“ (in den in Räumen der PRO FAMILIA) Gesprächstermine für Klienten/innen aus dem Ostkreis an. Die Termine müssen telefonisch in der Beratungsstelle Gelnhausen vereinbart werden.

Allgemeine sozialtherapeutische Tätigkeiten

· Hilfestellung bei Behördenangelegenheiten (Sozialamt, KCA-Jobcenter, Agentur für Arbeit, Jugendamt, Ordnungsamt, Polizei, Gericht etc.); Hilfestellung bei Berufsfindung, Arbeitsplatz- und Wohnungssuche; Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche und Behördengänge.

· Hilfe für Drogenabhängige bei der Schuldenregulierung (in der Regel nach erfolgreicher Entwöhnungsbehandlung im Rahmen der Nachsorge) in Zusammenarbeit mit der Schuldnerberatung des Diakonischen Werkes Hanau, dem Reso-Fonds des hessischen Justizministeriums und der Marianne-von-Weizsäcker-Stiftung.

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

(Kreis, Behörden, Beratungsstellen, Bewährungshilfe, Ärzte, Pfarrer, Jugendpflege etc.)

· Neben der einzelfallbezogenen Zusammenarbeit gibt es den Meinungs- und Erfahrungsaustausch in diversen Arbeitsgruppen. Ein besonders wichtiger Kooperationspartner ist für unsere Beratungsstelle das Jugendamt des Main-Kinzig-Kreises. Weitere wichtige Kooperationspartner sind die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des Main-Kinzig-Kreises, die Bewährungshilfe, die kommunalen Jugendhilfe- und Jugendfreizeiteinrichtungen, das Staatliche Schulamt und die Schulen, die substituierenden Ärzte und alle Suchthilfeeinrichtungen und psychosozialen Beratungsstellen in unserem Einzugsgebiet.

· Mitarbeit in regionalen Gremien, die neben dem fachspezifischen Meinungs- und Erfahrungsaustausch die Verbesserung der Kooperation und die Koordination von Beratungs- und Betreuungsangeboten anstreben. Hierbei ist besonders die Arbeitsgemeinschaft nach § 78 SGB 8 (KJHG), der Arbeitskreis Suchthilfeplanung, die „Runden Tische“ zur Sozialraumplanung, der Psychiatriebeirat mit Planungskonferenz des Main-Kinzig-Kreises, die PSAG Sucht und die Regionalkonferenz der HLS zu nennen.

Ihre Ansprechpartnerin

Nicole Freitag
Dipl.-Sozialpädagogin (FH) / Sozialwirtin (FH)
Geschäftsführerin
Beratung / Therapievermittlung / Sekundärprävention / Öffentlichkeitsarbeit

E-Mail: freitag(at)suchthilfe-awo-mk.de

Telefon: 06051 915588 -3