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#FeiernOhneAbsturz - Bewusst feiern. Grenzen kennen.

Vom 02. bis 17. September 2021 finden hessenweit Aktionstage des Alkoholpräventionsprogrammes „HaLT – Hart am LimiT“ statt.

Die Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS) und die HaLT-Standorte in Hessen möchten in dieser Woche auf das Thema Alkohol, Rausch und Risiko aufmerksam machen. Am 02.09.2021, von 9.00 Uhr bis 13 Uhr, findet in Gelnhausen an den Beruflichen Schulen der Aktionstag des HaLT- Projektes im Main-Kinzig-Kreis statt. Viele Menschen sind seit der Corona-Krise großen Belastungen ausgesetzt. Studien zeigen, dass in der Krise häufiger zum Alkohol gegriffen wurde als vor der Pandemie, vor allem von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Durch die aktuellen Lockerungen feiert die Jugend inzwischen wieder. Verantwortungsvoll und bewusst zu feiern und seine Grenzen zu kennen, ist aber nicht nur in Krisenzeiten wichtig.

Der Konsum von Alkohol und Grenzerfahrungen sind Teil des Erwachsenwerdens. Kinder und Jugendliche experimentieren mit Sucht- und Genussmitteln, oft auch auf riskante Art und Weise. Vielen Kindern und Jugendlichen geht es bei der Suche nach Grenzen auch darum, dazuzugehören, die eigene Mitte zu finden, Spaß zu haben oder der Langeweile zu entfliehen. Dabei können Orientierungshilfen vor einem selbstgefährdenden Verhalten schützen. Vor diesem Hintergrund veranstalten die HLS und die am Alkoholpräventionsprogramm »HaLT - Hart am LimiT« beteiligten Landkreise und kreisfreien Städte in Hessen die diesjährigen HaLT-Aktionstage unter dem Motto „#FeiernOhneAbsturz - Bewusst feiern. Grenzen kennen.“ Ziel ist es, Jugendliche dazu zu animieren, über ihren Alkoholkonsum nachzudenken. Denn wer möchte schon eine beschämende Erfahrung im Rauschzustand erleben? Dagmar Wieland von der AWO-Fachstelle für Suchtprävention und Marcus Arazi vom Jugendamt MKK sind die Veranstalter hier vor Ort. Gemeinsam mit Kollegen aus der Suchthilfe und engagierten Lehrkräften der Beruflichen Schulen, arbeiten sie mit den SchülerInnen an deren Konsum- und Risikokompetenz.

Hierzu eignen sich erlebnispädagogische Methoden, wie der HaLT-Risikocheck, um eigene Grenzen zu testen und herauszufinden, wie weit man gehen möchte und wie es sich anfühlt, Unterstützung zu bekommen oder diese zu geben. Ein weiterer Ansatz ist „risflecting®“ mit seinen drei jugendgerechten Botschaften „Break“, „Reflect“, „Relate“, die sich besonders an jene junge Menschen richten, die Risiken eingehen.

Bei der HaLT-Aktionswoche verbinden die HLS und die Fachstellen für Suchtprävention in Hessen den Ansatz von „risflecting®“ mit HaLT. Drei für die Aktionstage entwickelte Postkarten und auch Plakate mit den risflecting®“ Botschaften werden bei Veranstaltungen in Kommunen und Schulen an Jugendliche verteilt. Sie dienen als Einstieg für Gespräche über eigene Erfahrungen im Umgang mit Alkohol. Zum Beispiel mit diesen Fragen: Wo beginnt der Spaß und wann wird‘s gefährlich? Was weiß ich und was fühle ich? Wer sind deine Freund*innen? Auf wen vertraust du, wenn es kritisch und aufregend wird? Weitere Informationen zum HaLT- Projekt und zur Rausch- und Risikopädagogik sind auf der Website der AWO-Suchthilfe Gelnhausen zu finden.

Quelle: Vorsprung Online, 25.08.2021